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Sound- und Audio-Einrichtung für Skype

PC mit Linux

Die in diesem Leitfaden erwähnten Befehle sollten in einem Terminal-Fenster (z. B. Konsole, Gnome-Terminal, Xterm oder sonstiges Terminal, das Sie gerade zur Hand haben) eingegeben werden.

In Linux zur Verfügung stehende Optionen zur Soundeinstellung

OSS (Open Sound System)

Es handelt sich hierbei um das älteste Treibersystem für Soundkarten, das für Linux zur Verfügung steht. Diese Art wird von Skype standardmäßig unterstützt. Um es zu nutzen, brauchen Sie für Ihre Soundkarte lediglich das DSP-Gerät zu wählen. Auf den meisten Systemen ist dies /dev/dsp (die Skype-Standardeinstellung). Bei mehreren Soundkarten müssen Sie ggf. weitere Gerätenamen als /dev/dsp1, /dev/dsp2 oder /dev/dsp3 im Skype Setup zuweisen.

Soundkonfiguration unter Skype für Linux

Stellen Sie sicher, dass Sie in der Audiomixer-Einstellung den Mikrofoneingang aktivieren: Benutzen Sie dazu aumix, kmix oder gnome-volume-Applet und wählen Sie dies als Eingangsquelle.

Hier nun ein Beispiel anhand des kmix-Applets:

KMix

Klicken Sie auf die grüne LED, um den Mikrofoneingang zu aktivieren (in dieser Abbildung ist er ausgeschaltet).

Klicken Sie auf die rote LED, um das Mikrofon als Eingangsquelle zu bestimmen (ist in dieser Abbildung nun gewählt).

Laut manchen Informationsquellen (z. B. Linux Sound-FAQ von futt) sollte der Eingang stummgeschaltet werden. Eine weitere Möglichkeit wäre die Einstellung Mikrofoneingabe, die nur dann deaktiviert werden sollte, wenn es zu Tonverzerrungen kommt. Darüber hinaus ist es bei manchen Geräten überhaupt nicht möglich, Eingänge zu deaktivieren. Diese Option hat anscheinend bei verschiedenen Geräten eine unterschiedliche Wirkung.

ALSA (Advanced Linux Sound Architecture)

ALSA ist moderner als OSS. Allerdings unterstützt Skype ALSA derzeit noch nicht standardmäßig, d. h. Sie müssen ALSA OSS Emulationsschicht installieren, damit Sie die ALSA-Geräte unter Skype benutzen können.

Die Module snd-pcm-oss und snd-mixer-oss sollten sich in Ihrem Kernel befinden, entweder einzeln geladen oder als Teil des Kernels kompiliert.

Sie können feststellen, ob diese Module vorhanden sind, indem Sie (als Root User) den folgenden Befehl eingeben:

lsmod

Wenn Sie diese Module nicht haben, versuchen Sie, sie zu laden. Geben Sie (wiederum als Root User) Folgendes ein:

modprobe snd-pcm-oss
modprobe snd-mixer-oss

Wenn Sie beim Ausführen dieser Befehle Fehlermeldungen erhalten, versuchen Sie Ihren Kernel zu aktualisieren oder setzen Sie sich mit Ihrem Unix-Guru in Verbindung bzw. wenden Sie sich an die User-Foren für Ihre Linux-Distribution. Sie können sich auch an das Skype für Linux-Forum wenden.

Da die Nutzung von Skype mit OSS-Emulation mit der eines reinen OSS-Treibers identisch ist, beziehen Sie sich bitte auf den vorherigen Abschnitt über OSS für weitere Informationen.

Bei Kernels ab Version 2.4 haben Sie vielleicht mehr Glück mit ALSA-Treibern und OSS Emulation als mit einem reinen Kernel-OSS. Installieren Sie einfach den neuesten ALSA-Treiber des ALSA-Projekts (wenn Ihr Kernel OSS als Modul hat, was bei den meisten Grundkernsystemen der Fall ist).

Wenn Sie ALSA mit dmix (Kernel-Streaming-Mixer) aktiviert haben, sollte die Einrichtung für Skype wie oben beschrieben funktionieren.

Wenn Sie Hauptplatinen benutzen, die 5.1-Sound unterstützen, stellen Sie sicher, dass Sie im Mixer die Optionen „Mic as Center/LFE“ und „Line-in as surround“ ausgeschaltet haben. Diese Optionen stehen im reinen OSS wahrscheinlich nicht zur Verfügung. Sie sollten für derartige Hauptplatinen ohnehin ALSA benutzen.

aRts (Advanced Real-time Synthesizer)

Hier handelt es sich um das KDE-eigene Standard-Soundsystem. Wenn Ihr aRts-Sound funktioniert, sollte auch Skype funktionieren. Wichtig ist jedoch, dass man Skype durch das artsdsp-Programm laufen lässt.

Sie sollten Skype wie folgt ausführen: Geben Sie im Verzeichnis, in dem sich die ausführbare Skype-Datei befindet, Folgendes ein:

artsdsp -m ./skype

Wenn Ihr Mikrofon nicht funktioniert oder wenn Sie bei Anrufen Segmentationsfehler erhalten, überprüfen Sie die Vollduplexeinstellungen von aRts im KDE-Kontrollzentrum unter Sound & Multimedia | Sound-System unter dem Reiter Hardware. Dort sollte die Vollduplexoption („[x]“) aktiviert sein. Starten Sie dann aRts und Skype neu.

Wenn Sie aRts benutzen und ein Echo hören, versuchen Sie, die Größe des Sound-Puffers zu reduzieren. Verringern Sie dazu im KDE-Kontrollzentrum unter Sound & Multimedia | Sound-System unter dem Reiter Allgemein die Puffer-Größe unter 200 ms.

ESD (Enlightened Sound Daemon)

Hier handelt es sich um den GNOME-eigenen Standard-Soundserver. Führen Sie Skype über esddsp aus, um Sound zu aktivieren. Gehen Sie wie folgt vor (unter der Annahme, dass Sie sich bereits in dem Verzeichnis befinden, in dem sich die ausführbare Skype-Datei befindet):

esddsp ./skype

Stellen Sie sicher, dass Sie ESD-Daemon mit „esd -d /dev/dsp“ ausführen, da bei manchen Distributionen (z. B. Gentoo) der esddsp-Wrapper die entsprechenden Parameter überprüft und den Daemon nicht erkennt, wenn keine Parameter übergeben werden.

GStreamer, NAS (Network Audio Server) und andere

Leider gibt es zurzeit keine Möglichkeit, Sound für Skype über den GStreamer zu aktivieren. Es wird daher empfohlen, den GStreamer zu deaktivieren und stattdessen die zuvor beschriebene Methode mit ALSA oder OSS zu benutzen.

NAS, NMM und andere veraltete Audio-Server werden sehr wahrscheinlich nicht unterstützt. Es wird daher empfohlen, dass Sie diese stoppen und ALSA oder OSS-Treiber direkt benutzen. Die entsprechenden Anleitungen finden Sie weiter oben ausführlich erklärt.

Tests

Zum Testen einer Unterhaltung steht ein praktischer Gesprächspartner mit dem Namen „echo123“ zur Verfügung. Es ist ein Skype-Testroboter, über den Sie Ihre Sound-Einstellungen testen können, ohne jemand anderen zu stören. Rufen Sie einfach den Roboter an und folgen Sie den Anleitungen. Sie können damit testen, ob Sie Ihren Gesprächspartner hören und ob Ihr Gesprächspartner Sie hören kann. Dazu nimmt der Roboter 10 Sekunden Ihres Gesprächs auf und spielt es für Sie ab.

Themen für fortgeschrittene Nutzer

Bestimmung von verschiedenen Geräten für die Wiedergabe bzw. die Aufnahme per skype_dsp_hijacker.

Manchmal braucht man verschiedene DSP-Geräte für die Wiedergabe bzw. Aufnahme, wie z. B. USB-Lautsprecher (auf /dev/dsp1) und ein herkömmliches Mikrofon (auf /dev/dsp). Skype unterstützt dies derzeit zwar nicht standardmäßig, aber es gibt ein Tool, mit dem Sie ein von Skype aufgerufenes /dev/dsp-Gerät „entführen“ (hijacken) können und stattdessen /dev/dsp1 ersetzen.

Der skype_dsp_hijacker kann unter http://195.38.3.142:6502/skype/ heruntergeladen werden. Folgen Sie einfach den Anleitungen für den Aufbau und die Installation und lassen Sie Skype wie im Skype_dsp_hijacker-Leitfaden beschrieben laufen.

Was beachtet werden muss, was vernachlässigt werden kann

„Sound device is not defined“ (Sound-Gerät ist nicht definiert)

Wenn Sie von Skype die Fehlermeldung „Sound device is not defined“ (Sound-Gerät ist nicht definiert) erhalten, bedeutet dies lediglich, dass die Sound-Konfigurationsoption in Skype keine bestimmten Geräte zugewiesen hat und Skype daher standardmäßig /dev/dsp benutzt. Da dies nichts mit Ihrem Hardware-Soundgerät (oder dem anderer Leute) zu tun hat, können Sie dies vernachlässigen.

Headset

Wir empfehlen, dass Sie ein Headset oder einen Kopfhörer und nicht die Lautsprecher zusammen mit Ihrem Mikrofon verwenden, da die Lautsprecher manchmal eine Rückkopplung verursachen können, was nicht nur zu einem Echo führt, sondern auch zu einem unangenehmen schrillen Ton.

Vielen Dank!

Herzlichen Dank an alle Mitglieder des Skype für Linux-Forums – ein Großteil dieser Informationen wurde von den Nutzern futt und bonbons zusammengetragen und präsentiert. Im Forum findet man auch neueste Informationen und Antworten der Skype für Linux-User-Community.

 

Benötigen Sie weitere Hilfe? Besuchen Sie unseren FAQ-Abschnitt.

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